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Bucketliste Nr. 2 – Laufen

Mach bei einem 10-Kilometer-Lauf mit und bei einem Halbmarathon.

 

Das habe ich mir letztes Jahr vorgenommen. Ich habe die Läufer immer bewundert wie sie diese Strecken in Zeiten zurück legten an die ich wahrscheinlich einfach nicht ran kommen würde. Doch wollte ich es testen. Durch eine Freundin, deren Bruder genau so etwas macht. Laufen, aber keine Citymarathons, sondern im Gebirge. Strecken, wo manche wandere, Stunden brauchen machen er als Etappe.

Also meinte sie so, machen wir auch. Also meldeten wir uns vor genau 10 Wochen für einen 7-km-Frauenlauf an.

Leichte Panik, Nervosität und viele andere Gefühle waren dabei. Neben der Arbeit versucht man sich vorzubereiten. Fitnessstudio, Lauftraining und versucht sich besser zu ernähren. Manches fällt einen leicht, doch vieles schwer. Man merkt, dass es einem besser geht. Allein deshalb hat es sich schon gelohnt.

Dann Sonntag, 24. September – Tag des Laufes. Regenwolken am Himmel und früh am Morgen. Eigentlich will man nur noch sich rum drehen und schlafen. Doch dann packt dich die Vorfreude.

Wir machen uns auf den Weg. Viele Frauen, aller Altersklassen. Du bist einer von ihnen. Bald werden wir alle Laufen.

Es war mein erster Lauf und ich wusste noch gar nicht, wie alles abläuft. Zum Glück, meine Freundin hatte schon ein paar hinter sich. Also Startnummer geholt, umgezogen und auf den Weg zum Start gemacht.

15 min vorher die Nervosität und Aufregung steigt. Beginnt das Warm-up. 10 min später war ich mir nicht mehr sicher, ob ich überhaupt laufen konnte. Eigentlich schon fix und fertig durch das Warm-up. Warteten wir auf den Start. Mitten in den ganzen Läufer, war ich mir nicht mehr so sicher, ob ich das antun will.

Dann Start…

Du beginnst zu laufen, dein Tempo, versuchst dich nicht unterkriegen zu lassen. Raus aus dem Sportplatz, den Hang hoch. Puls schießt in die Höhe, Atmung wird lauter. Du siehst die Läufermassen vor dir und denkst dir – Oh mein Gott, willst du das wirklich. Immer langsamer werden deine Schritte und weis nicht, ob du es überhaupt schaffst. Doch dann packt dich der Ehrgeiz, ins Ziel willst du es schaffen. Egal, wie und wenn du die ganze Strecke nur läufst, anstatt zu joggen. Du merkst, wie sich die Läufer verteilen.

Dann denkst du gar nicht mehr,  du läufst nur noch. Ein Schritt vor dem anderen. Plötzlich bist du auf der Hälfte bekommst was zu trinken und denkst dir. Du kannst es schaffen. Jetzt läufst du nicht nur ab und zu fängst du wieder das Joggen an. Nicht lange, einfach immer wieder. Dann siehst du den Sportplatz, nur ein paar Meter dann hast du es geschafft. Nur noch ein paar Meter. Du merkst das deine Beine müde werde, deine Arme.  Doch das Ziel ist direkt vor Augen. Dann bist du drüber, das Glücksgefühl rauscht durch deine Adern. Du hast es durchgezogen. 7 km Lauf beendet, vom Start bis zu Ziel bist du durchgelaufen.  Es war egal welcher Platz, meinen Namen zu hören, als ich durch Ziel kam, hat vollkommen gereicht.

 

Körperlich am Ende, geistig auf einem Höhenflug.

Mein erster Lauf und auf jeden Fall nicht mein Letzter….