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Teil 4: Von der Idee bis zur Umsetzung – Weltreise

Wohnungsaufgabe

Die Zeit ist nur so geflogen. Es war der letzte Monat angebrochen in Garmisch-Partenkirchen und auch bei der Arbeitsstelle. Ich hatte meinen Resturlaub genommen, Umzugshilfen organisiert, Umzugswagen und am gleichen Tag noch die Übergabe meiner Wohnung. Der 17. 10. 2015 sollte mein letzter Tag in Garmisch-Partenkirchen sein. Wochen vorher hatte ich schon angefangen, alte Zeitungen zu sammeln, die ersten Kartons zu packen. Leider bin ich nicht mehr dazu gekommen, zum Flohmarkt zu gehen. Somit kamen meine sechs Umzugskartons für den Flohmarkt erst einmal mit. Die restlichen Sachen habe ich in die Flohmarktgruppe zum Verkauf angeboten. Umso mehr ich in Garmisch-Partenkirchen noch los wurde, um so weniger musste ich mitnehmen.

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Teil 2: Von der Idee bis zur Umsetzung – Weltreise

Wie spart man das Geld für die Reise bzw. kann man an mehr Geld kommen.

Der Entschluss war gefasst, doch jetzt musste ich überlegen: wo fang ich an, mit was?
Bei mir war es einfach, ich wusste, dass mein Fernstudium von der „Schule des Schreibens“ bis Oktober 2017 lief. Also war dies das Enddatum für meine Planung.

An meinem nächsten freien Tag setzte ich mich an den Tisch, die Kontoauszüge von einem Jahr vor und ein Block neben mir. Alles habe ich mir aufgeschrieben: Versicherungen, Miete, Abos und nicht zu vergessen, alles andere, was in einem Jahr von meinem Konto verschwunden ist. Danach schaute ich, was brauche ich davon wirklich und kündigte ein paar Sachen sofort. Dadurch wurden meine monatlichen Ausgaben gleich etwas weniger. Darauf hin erstelle ich mir eine Liste von meinen monatlichen Ausgaben: Miete, Strom, Telefon/Internet, Handy, Fitnessstudio, usw. Natürlich auch meine monatlichen Einnahmen – Lohn. Dadurch wird eigentlich einem erst wirklich klar, wie viel von dem Lohn am Schluss übrig bleibt – nicht wirklich viel zum Sparen.

Seit einem Jahr, nach einem Blogbeitrag von Minimalismus, habe ich begonnen, meine Sammlung von Gegenständen zu reduzieren. Indem ich diese über ebay.de und rebuy.com verkauft habe. Ich hatte so viel aussortiert, das ein Regal voll davon war. Als ich das Regal fast leer hatte, habe ich das Regal in der Facebook – Gruppe Flohmarkt angeboten. Jetzt hatte ich vor, für länger und vor allem, ohne Wohnung zu leben. Hier begann ich, mich von einem Raum zum nächsten zu arbeiten. Angefangen mit dem Kleiderschrank: nie getragen, passte nicht oder Arbeitskleidung, die ich nicht mehr benötigte. Alles landete in einem Karton für den Flohmarkt. Bücher, CD´s und DVD´s das gleiche Spiel. Alles, das ich schon lange nicht mehr in der Hand hatte, kam in den Karton für den Flohmarkt bzw. kam später auf ebay oder rebuy.

Am Schluss war ich bei sechs Umzugskartons voll mit Sachen, die ich nicht brauche und nie genutzt hatte. Immer, wenn mich das Fernweh gepackt hat, fing ich wieder an, von einem Zimmer zum nächsten zu gehen, mir die Dinge anzuschauen, die ich in den Jahren gesammelt hatte. Mache Bücher waren mir heilig, da es mehr die Erinnerungen waren, die ich mir erhalten wollte, wie z. B. meine Mangas von Sailor Moon – sie waren der Beginn meiner Leidenschaft für Mangas. Die signierten Bücher von Autoren die ich klasse finde. Diese waren weiterhin in dem Regal, doch sah man schon langsam, das dort so einiges wegkommen ist. Auch viele Kisten vom Umzug, die man einfach in die Abstellkammer schiebt und vergisst, habe ich
herausgeholt und systematisch aussortiert.

Nicht nur für den Flohmarkt habe ich aussortiert, vieles habe ich auch schon weggeschmissen. Da es kaputte Gegenstände waren oder Teile gefehlt haben. Ein paar Sachen, die nicht mehr ganz in Ordnung waren, um auf den Flohmarkt, was dafür zu verlangen, habe ich der Caritas gestiftet. Viel zu schade zum wegwerfen. So mit habe ich eine Menge Sachen verkauft, verschenkt und als Müll entsorgt. Auch Möbel folgten mit der Zeit.

Regale aller Art wurde durch die Flohmarkt-Gruppe abgeholt und verließen mich. Das Interessante an der Aktion war, dass es mir gut getan hat, diese Sachen los zu werden. Eine Erleichterung. Um so mehr ich Dinge weggegeben und aussortiert habe, wurde mir leichter ums Herz und Schulter.

Auch das Kaufverhalten ändert sich, ohne das man es merkt. Man geht nicht mehr in den Shop und sieht was, kauft es. Nein, man fragt sich: brauchst du das, willst du das wirklich und bei Klamotten, ziehst du es wirklich an? Meistens sagt man sich: nein, brauch ich nicht und geht weiter. Somit sparte ich Geld Seit meinem Entschluss, auf Weltreise zu gehen, habe ich mir zwei neue Kleidungsstücke gekauft. Das auf ein ganzes Jahr gesehen. Einfach, weil ich genug habe und das, obwohl ich meinen Kleiderschrank wirklich ausgeräumt habe. Auch hatte ich das Ziel vor Augen, genug Geld für die Weltreise zusammen zu bekommen.

Umzugskisten für Flohmarkt

Wie sieht es in eurer Wohnung, Kleiderschrank aus, habt ihr auch diese Sachen, die einfach nur da sind und nie genutzt werden?

 

 

 

Teil 1: Von der Idee bis zur Umsetzung – Weltreise

Teil 1: Von der Idee bis zur Umsetzung – Weltreise

Genau heute vor einem Jahr habe ich den Entschluss gefasst mein Leben zu ändern. Ich war nicht mehr wirklich glücklich mit meinem Leben. Obwohl ich genau das erreicht hatte, was ich damals unbedingt wollte.

Eine Wohnung als Home Base, genug Platz für meine Bücher, zum Kochen und Backen und das Wichtigste: ein eigenes, separates Schlafzimmer. Ich brauchte kein Auto mehr, da ich von meiner Wohnung aus alles zu Fuß erreichen konnte. Freunde, mit denen ich was unternehmen konnte. Die Arbeit bekommen, die ich schon so lange wollte. Super Arbeitszeiten, nette Kollegen und einen Chef, von dem ich viel gelernt habe.

Doch bei jedem Facebook – Post, Video oder Urlaubsplan, überkam mich die Sehnsucht nach der Ferne. Meine Liste von Orten, die ich besuchen will wurde immer länger. Die Arbeit wurde dann auch immer mehr und die Verantwortung immer größer. Einerseits fand ich das super, doch immer öfters überkam mich das Gefühl: alles Verkaufen und dann weg – die Welt anschauen, wieder von Brücken springen oder aus Flugzeugen, mit Bekannten / Mitreisenden Geschichten spinnen und sich total verrückt aufführen.

Zu der Zeit war das Leben, was ich geführt habe, genau das Leben, das ich wollte. Auch wenn ich an meinen freien Tagen Anrufe von der Arbeit bekommen habe, in meiner Mittagspause oder ich kurzfristig gefragt worden bin, ob ich länger bleiben bzw. im Service aushelfen kann – denn ich liebte es. Doch irgendwann wurde es einfach zu viel. Zu viel Arbeit, zu viel Verantwortung. Das Arbeiten machte keinen Spaß mehr, sondern wurde zur Pflicht.

Immer öfter tauchte das Fernweh auf. Das Gefühl “alles verkaufen und weg”. Über meinem 30. Geburtstag hatte ich Besuch von einer meiner besten Freundinnen. Mit ihr habe ich viel geredet. Dann war mein 30. Geburtstag da. Überraschung: meine Mutter, meine Schwester und mein Patenkind standen vor der Tür. Man isst Kuchen, redet und lacht. Dann sind uns meine Tarotkarten in die Hände gefallen.

Diese muss man natürlich auch legen. War recht interessant, vor allem eine Frage, die in der Erklärung stand.

Was sagt dein Herz?

Ich nur noch – alles verkaufen und weg. Beide meinten: warum nicht.  Gut, dann mach ich das auch.

An diesem Tag, genau vor einem Jahr, fing ich daran zu arbeiten an, um mir diesen Traum zu erfüllen.

In den nächsten vier Beiträgen werde ich euch erzählen und zeigen, wie man seinen festen Wohnsitz, Besitztum und seine Fesseln lösen kann, um den Traum sich auf Weltreise zu begeben wahr macht.

Ich bin von Haus aus neugierig. Was war euer Erlebnis, um sein Leben zu verändern? War es eher ein Schleichen oder doch mit Pauken und Trompeten?

 

Neuseeland
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